Liebe Freunde des Holländischen Schäfrhundes,

am 25. 5.2019 hat der NHC in seiner Mitgliederversammlung der Antragsstellung bei der FCI zur Erteilung des Gebrauchshundestatus zugestimmt. Der VVHH hatte dies bereits vorher getan.

Wir, als Sportorganisation unterstützen diese Antragsstellung. Es ist unser ausgeschriebenes Ziel den Holländischen Schäferhund in all seiner Vielseitigkeit, ins Besondere natürlich in allen sportlichen Bereichen zu fördern. Die Teilnehmerzahlen bei den WDSF Veranstaltungen und die Anzahl der gewünschten Sportarten, zeigen uns das es einen deutlichen Bedarf an der sportlichen Förderung gibt.

Zur Erteilung dieses Status wird, im Gegensatz zum dem was gerade behauptet wird nicht allein der IGP Bereich angeschaut. Der Status wird nur an Hunderassen erteilt, die in vielen verschiedenen Bereichen eingesetzt werden.

Bei Rassen dieser Einstufung können bei internationalen Prüfungen CACIT/CACIB Titel erlangt werden. Aus den Regeln zur Erteilung dieser Titel ergibt sich die Definition der notwendigen Arbeitsprüfungen. Diese Prüfungen unterscheiden sich gemäß der Gruppeneinteilung der jeweiligen Rassen.

1.Rassen der GRUPPEN 1, 2, 3, sofern für sie gemäß derRassennomenklatur der FCI eine Arbeitsprüfung vorgeschrieben ist:

  • Gebrauchs-, Fährten-, Mondioring- oder Rettungsarbeit.

2.Rassen der GRUPPEN 1, 2, 5 (Hütearbeit), für die gemäß der

Rassennomenklatur der FCI eine Arbeitsprüfung vorgeschrieben ist:

  • FCI-HWT (Traditional or Collecting style),
  • International Sheepdog Trials (Traditional or Collecting style)

3.Bestimmungen für Rassen der GRUPPE 6, für die gemäß der

Rassennomenklatur der FCI eine Arbeitsprüfung vorgeschrieben ist

  • Die Hunde dieser Gruppe müssen eine Jagdprüfung auf lebendem und natürlichem Wild bestanden haben.
  1. Rassen der GRUPPE 7
  • entweder ein „sehr gut“ bei einem nationalen CACT-Field Trial (Certificat d’Aptitude au Championnat National) oder einem internationalen CACIT-Field Trial (Certificat d’Aptitude au Championnat International);
  • oder alternativ mindestens einen zweiten Preis bei einer nationalen CACT oder internationalen CACIT „Wasser- und Feld“-Jagdprüfung; oder alternativ mindestens einen zweiten Preis bei einer nationalen CACT- oder internationalen CACIT- jagdliche Vielseitigkeitsprüfung.
  1. Bestimmungen für Apportier-, Stöber- und Wasserhunde der GRUPPE 8, für die gemäß der Rassennomenklatur der FCI eine Arbeitsprüfung vorgeschrieben ist
  • Die Hunde dieser Gruppe müssen eine Jagdprüfung auf lebendem Wild bestanden haben, bei der das CACT (Certificat d’Aptitude au Championnat national) in Wettbewerb gestellt wurde.

(Quelle: Reglement für das internationale Championat der FCI

                                                                                               http://www.fci.be/de/Internationales-Championat-der-FCI-41.html)

Außerdem dürfen die Hunde in der Gebrauchshundeklasse, entsprechend ihrer Regeln ausgestellt werden. Weitere internationale Titel sind möglich.

Im sportlichen Bereich entsenden einige LAOs der FCI, Teams aus den prüfungsberechtigten Rassezuchtverbänden zu ihren höchsten nationalen Meisterschaften in den unterschiedlichsten Sportarten. Ohne diesen Status bleibt vielen Sportlern dieser Weg versperrt.

Wir wissen, dass es viel Verunsicherung mit diesen Status bei einigen Züchtern oder Zuchtverbänden gibt. Dieses können wir natürlich verstehen. Aber auch die Sportler mit ihren geliebten Hunden sind Teil dieser großen Familie, auch sie lieben die Rasse und sind an ihren Fortbestand und der Gesunderhaltung mehr wie interessiert.

Natürlich gibt es überall und in jeder Rasse „schwarze Schafe“ und leider auch jetzt schon bei Holländischen Schäferhund.

Die Grundlage unserer Arbeit ist die Einhaltung des Rassestandards und so darf kein Hund ohne gültige FCI Papiere an unseren Veranstaltungen teilnehmen. Das wird sich auch nicht ändern.

Wie sich die Zucht in den einzelnen Ländern entwickelt verbleibt im Verantwortungsbereich der Rassezuchtverbände.

Bei vielen anerkannten Gebrauchshunderassen gibt es im Bereich der Zucht viele Dinge die nicht erfreulich sind, das betrifft nicht nur die Entwicklung in Wesen und Einsatzfähigkeit sondern besonders im Bereich der Gesundheit.

Es kam bei vielen Rassen zu sogenannten Schönheitslinien und Leistungslinien. Allerdings zeigt es sich, dass es besonders im Bereich der Showlinien zu deutlichen Veränderungen im Aussehen der Rasse kam und somit zur Verstärkung der Erkrankungen, z.B. beim Deutschen Schäferhund oder auch beim Boxer. Das Bestreben der sogenannten Leistungszüchter dieser Rassen, die Standards, Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Rassen zu erhalten, bleibt bei vielen Verbänden erfolglos. Hier geht es häufig um viel Geld und auch Lobbyismus.

Aber so muss es nicht kommen. Heutzutage wissen wir um die Entwicklung verschiedener Rassen und gemeinsam, können wir dagegen arbeiten.

Wir sind der festen Überzeugung, dass es uns durch Zusammenarbeit und Kooperation gelingen wird den Holländischen Schäferhund in all seiner Vielseitigkeit zu erhalten.

Veränderungen sind immer schwierig und können Angst machen, sie können aber auch als Chance gesehen werden in den Austausch zu gehen.

 

Lasst uns im Sinne dieser wundervollen Rasse zusammenarbeiten.